Lyrik & Prosa

Stimmungskleid der Seele

  ...meine Stunde..

 

 Selbstvergessen perlen Töne  in die Tasten des Klaviers,

 entstehen unbewusst Melodien  aus dem Stimmungskleid der Seele.

 Sie erfüllen den Raum, schweben hinaus mit allen Sorgen

 mit der Leichtigkeit unsichtbarer Federkleider.

 Sonnenlicht umschmeichelt den Körper wie Seide,

 umhüllt ihn mit wohliger Wärme,

 streichelt die Haut.

 

 Prickelnd wie Liebe

 durchströmen mich  frische Lebensenergien

  klar wie sanfte Fluten,

 atmet die Seele den betäubenden Duft

 von Maiglöckchen und Rosenknospen

 egal zu welcher Jahreszeit;

 werden Sinne frisch belebt.

 

   

Die alte Bank

 

Goldenes Licht im grünen Hain,

durchflutet Wald und Höhen.

verschwommen liegt der kleine Teich

die alte Bank in direkter Nähe.

 

Oft sitze ich hier im Abend Sonnenschein,

Duft von Gehölz und Grün umnebelt die Sinne;

wie Perlendeckchen schimmern Regentropfen

kristallin im kunstvollen Netz der Spinne.

 

Unzählige Geheimnisse wurden ihr anvertraut,

Geschichten vieler Menschenleben,

erinnernd ich zur benachbarten Buche aufschaue

wo Vögel lauthals Kommentare gegeben.

 

Die Bank ächzt und knarrt

als jammere sie über so manches Gehörte,

ob Freude, Trauer, Liebesschwüre,

Schicksalslasten klaglos sie Geheimnisse verschwieg

so wie es hr gebührte.

  

Altersspuren trägt sie längst wie ich,

mit den Jahren die satte Farbe verblich.

Zeit verrinnt ständig mit jedem Moment,

die Bank ein vertrauter Freund -

der mitträgt – und alles still für sich behält.

 


Flüsternder Wind

 

umarmt mich stürmisch geschwind;

 am Himmel blinzeln sanft Sonnenlichter

 necken reisende, spielende Wolkengesichter.

  

Am einsamen Strand 

rauscht das Meer

erzählt von Sehnsüchten,

Abschied und Wiederkehr. 

 

Tanzendes Wasser umspült sanft die Füße,

im rotgolden schimmernden Licht

scheint sich leichter Schaum zu neuer Materie zu mischen

und fließe als goldener Strom zurück ins Meer.

 

 Höhnisch wirkt die rauschende Stimme,

 Möwen kreischen laut

 haben gespenstischer Stille nicht getraut.

   

Einer Warnung gleicht ihr Schrei

Anflüge von Sehnsucht mit Wehmut vermischt

werden vom Wind schnell fortgewischt.

 

 Kaum merklich fühle ich mich umarmt

 von Wind und Wasser tückisch umgarnt.

 Stille täuscht, umfasst das träumende Gesicht

 banges Gefühl verschluckt von der Gischt.

 

 Als ich auftauche aus den Gedanken

 ist der Kopf wieder klar;

 erkenne, verstehe Botschaften,

 ganz still, geheim, wunderbar...

Gewissheit...

 

...sehe ich dich auch nicht -
so weiß ich doch um deine Nähe;
überall spürbar,
immer präsent...
Mich erfüllt Dank
über nicht käufliche Geschenke
von bleibendem Wert...

 

 

 

Schicksalstage

Nicht hadern, nicht aufgeben, nicht verzweifeln...
annehmen, umorientieren;
Schatten vergessen.

Verbittert sagt mancher:
"Schicksalsschlag" und resigniert,
Verbitterung blockiert, macht einsam.

Neue Seiten des Lebens aufschlagen,
neue Fähigkeiten entdecken
Austausch mit Betroffenen hilft.

Ist der Geist frei, Gedanken unbeschränkt,
inspirieren interessante Menschen
gewinnt man neue Freiheit, andere Möglichkeiten.

Zögerlich wagte ich ein neues Fenster zu öffnen.
Als ich nicht mehr gehen konnte bekam ich Räder,
durch Bestätigung Fremder wuchsen der Seele Flügel...

Schicksalstage verändern, rütteln wach.
Schicksalstage geben Chancen,
können ein Gewinn sein...

Schicksal nutzen...welch eine Chance...
Anders sein, na und?
Jeder ist irgendwie anders......das Leben bunt!

 

 

 

...es gibt sie noch...

oft belächelt
nicht ernst genommen
naiv eingeschätzt
geringschätzig abgewertet,
gern übersehen...

Menschen die unbeirrt ihren Weg gehen,
ihrer Linie ohne wenn und aber treu bleiben
zu dem stehen was ihnen alles bedeutet,
in aller Bescheidenheit leben
was ihre Welt ist.


Sie sind anders
auf ihre Weise besonders,
tragen vieles still in sich;
brauchen weder Hektik u. Lärm draußen
noch ständiges nach vorn drängeln,
laute Aufmerksamkeit.
Innen drin tobt der Sturm dieser Liebe,
bricht aus in dem was sie lieben zu tun.

Manche staunen,
einige ermutigen, loben,
manche verstummen, ignorieren;
schweigen sich aus.
SIE sehen mehr dahinter,
verstehen, wissen genau...

Der innere Brunnen
sprudelt leidenschaftlich,
ist weiter aktiv,
wird durch alles inspiriert,
hat auch Wert.

In dieser Zeit sind sie selten,
aber es gibt sie noch;
bescheiden, unaufdringlich, zurückhaltend.
Visionäre die aus sich schöpfen,
unauffällig im Leben stehen,
kleine Träume verwirklichen.

 

 

 

Geborgen in Liebe

Morgen- wie Abendrot
küssen mich
wenn ich mich
in deinen Augen finde.

Zur Morgenstunde
küsst mich die Welt mit deinem Mund;
deinen Augen, deinen Händen,
deinem Lächeln,
deinem Sein.

Abendrot
besänftigt den Tag,
fängt auf,
will Gedanken ein Ruhekissen sein,
Blumen für die Seele.

Neugier auf Leben

Immer neu entfacht,
stets frisch belebt
unermesslich vielschichtig
was das Leben uns gibt,
und doch bleiben Sehnsüchte ungestillt...
so unerschöpflich
der Brunnen des Leben auch ist.

Leben schenkt Zeit,
schöpferische Kraft,
Musik die mit verinnerlichter Liebe
getanzte Bewegungen
Bilder, Gedanken
Schönheit in den Augen der Betrachter
entstehen lässt.

Herzschlag, Atem
lassen spüren dass man lebt;
in Phantasien ist alles möglich.
Man schwebt über den Wolken,
tanzt auf dem Regenbogen,
das Herz berührt Sternenfüße.

Trotz des Glücks all dessen
bleibt oft Gier nach mehr,
Leere, Unzufriedenheit
die aller Besitz nicht ändern kann.
Wir verhindern oft selbst
die Sicht auf den Himmel
alles Möglichen...


Wer Lust auf mehr Texte hat,

kann mich auch gerne hier besuchen:

 http://egosswelt.de.tl